Archiv für den Monat Dezember 2009

Neugeborenenwindeln

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Und da ich gerade so schön im Thema bin, habe ich in unserem Onlineshop eine neue Kategorie zu Neugeborenenwindeln erstellt. So lassen sich die Stoffwindeln für die ganz kleinen besser finden und auswählen. :-)

Und an dieser Stelle auch noch ein paar Worte zu Überhosen für Neugeborene: Am besten geeignet sind meiner Ansicht nach Schlupfüberhosen aus Wolle. Da schneidet nichts ein und der Bauch bleibt warm (was auch günstig bei 3-Monats-Koliken ist). Von Lenya gibt es Wollschlupfhosen in Gr. 50/56, Disana fängt bei 62/68 an. Die Imse Vimse Wollwalk oder Wolwikkel (baugleich) ist auch klasse, trägt nicht so sehr auf und gibt es auch bereits für Neugeborene (3-6 kg)
Schön sind auch die Imse Vimse Baumwollüberhosen (mit PUL-Schicht, aber sehr schön weich und nicht so plastikmäßig). Die gibt es sogar schon für Winzlinge mit 2-4 kg (Größe premature)

Was bei den doppelt gestrickten Wollschlupfhosen noch wichtig wäre, vor allem beim ersten Kind und um den Fehler zu vermeiden, den ich zu Anfang gemacht habe :
Waschen Sie die Hosen vorm Geburtstermin einige Male durch und fetten Sie sie auch mehrmals (immer zwischendrin waschen). Denn wenn man neue Hosen hat, sind die nicht sofort dicht und das könnte dazu führen, daß man meint, die Stoffwindeln funktionieren eh nicht und das wäre sehr schade ! :-)

Außerdem:
Schon seit ein paar Tagen gibt es außerdem eine neue Kategorie mit allen Biowindeln in unserem Sortiment Dort habe ich alle Stoffwindeln zusammengefasst, die ganz order teilweise aus Materialien aus kontrolliert biologischem Anbau (kurz: kbA) bestehen.

Und noch mehr zum Thema Geburt … :-)

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Hach ja… aus gegebenem Anlass komm ich aus dem Thema derzeit nicht raus :-)
Ich habe am Wochenende ein tolles Buch gelesen: Vom Abenteuer der Geburt - Die letzten Landhebammen erzählen (Marianne Grabrucker) Das Buch gibt es bei Amazon nur noch gebraucht oder auch bei Tauschticket
Es besteht aus Erfahrungsberichten von Hebammen, die zum Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland und Österreich praktizierten und das unter zum Teil extrem widrigen Bedingungen. Zum einen mußten viele von ihnen im Winter bei extremer Kälte und Schneemassen über Berg und Tal zu den Geburten gelangen und fast immer völlig ohne einen Arzt auskommen. Zu Kriegszeiten mußten sie die Geburten in Luftschutzkellern leiten und oftmals auch während des Bombenalarms durch die Straßen bombardierter Städte laufen um zu den Frauen zu gelangen.
Es sind Hebammen, die meist in Ihrer Tätigkeit um 6000 Babys auf die Welt geholfen haben. Und das wirklich tolle dabei ist: Fast nie ist eines dabei gestorben und ebenso blieben die Mütter am Leben ! Die Hebammen verstanden ihre Kunst (was es wirklich ist) besser als heutzutage viele Ärzte und wußten ganz genau was sie tun ! Einige von ihnen waren in der Lage wenn die Plazenta sich nich tlösen wollte und die Frau zu verbluten drohte, den Mutterkuchen mit der Hand zu lösen !! Leider sieht man in dem Buch ebenfalls, wie nach dem 2. Weltkrieg der Tätigkeitsbereich der Hebammen von den Ärzten immer mehr eingeschränkt und übernommen wurde, was durch Gesetze gestützt wurde.
Somit wurden Geburten zwar durch die besseren Lebensumstände ungefährlicher, aber eigentlich durch mangelnd eFachkompetenz und vor allem vorschnelles und viel zu starkes Eingreifen in die natürlichen Vorgänge wesentlich gefährlicher. Wie sonst ist es zu erklären, daß die Sterblichkeitsrate von Neugeborenen in den führenden Industrienationen steigt, statt zu fallen !?